AudioFokus - auditives Traumafokus

 

Leitung: Dipl.-Psych. Axel Mecke

 

Termin: 30.11.-1.12.2018

 

Ort: Praxis für Psychotherapie Hazdra, Ottakringerstr.137/2, 1160 Wien

 

Zeiten: jeweils 09:30 - 18:00 Uhr

Voraussetzungen, siehe hier ...

 

Axel Mecke stellt in diesem Seminar erstmals seinen völlig neuartigen Ansatz innerhalb des Traumafokus vor, der sich auch leicht in die Arbeit mit anderen Methoden, wie Brainspotting, Somatic Experiencing usw. integrieren lässt:

Im AudioFokus arbeiten wir mit akustischen/auditiven Fokuspunkten im Raum. Die zentrale Entdeckung im AudioFokus ist, dass auditive Foki auf dieselbe Art und Weise intensive und integrierende Prozesse bei Patienten ermöglichen, wie dies visuelle Foki im Traumafokus tun. Wir nutzen dabei bewegliche/tragbare kleine Lautsprecher und speziell für das AudioFokus erstellte Klangspuren im Raum 360° um den Patienten herum, um Problem- oder ressourceaktivierende Stellen zu finden; Patienten können diese überraschend präzise und oft auf den Millimeter genau lokalisieren. Die Lautsprecher werden an diesen AudioFokus-Punkten fixiert, die von dort aus klingenden Klangspuren begleiten und halten den Patienten im Regulations- und Verarbeitungsprozess. Diese Arbeitsweise wird zurzeit intensiv in Heidelberg und Wien erforscht, sie gibt uns viele Erweiterungsmöglichkeiten an die Hand:

Zum einen wird durch die Übersetzung des bisherigen Arbeitens in den auditiven Sinneskanal das Repertoire unserer Interventionsmöglichkeiten und „Setups“ sehr viel größer, sehr effektiv und vielfältig sind auch Kombinationen von visuellen und auditiven Foki in ein und derselben Sitzung. Zum anderen laufen die therapeutischen Prozesse im AudioFokus oft sehr mühelos, sehr intensiv und für die Patienten tief berührend, auch und gerade bei Patienten, die im visuellen Traumafokus sich als eher weniger „im Prozess“ erleben. Schließlich erweist sich AudioFokus als sehr effektiv bei speziellen Patientengruppen, etwa bei solchen, bei denen überempfindliches Hören oder bedrängt-sein durch Geräusche eine große Rolle spielen (neben Hyperakusis- und Tinnituspatienten ist eine extreme „Hellhörigkeit“ bei vielen komplex traumatisierten Personen sehr alltagsbestimmend).

Das Seminar umfasst mehrere AudioFokus-Setups in Demonstration und Kleingruppenübung, theoretischen Input zu physiologischen und neurophysiologischen Prozessen beim Audiofokus, Anwendung in speziellen Feldern (in der Arbeit mit Kindern, bei Hyperakusis) und schließlich Arbeit mit „Triggerklängen“, die eine sehr spezifische (Trauma-)Aktivierung ermöglichen.

genauere Beschreibung von A. Mecke:  

Angemeldete KollegInnen erhalten vor Seminarbeginn Zugang zu AudioFokus – Tonspuren und Anleitungen zur technischen Umsetzung.

Voraussetzungen zur Teilnahme: Traumafokus Grundstufe und Mittelstufe oder Brainspotting Basis 1 und 2 bei Thomas Weber

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