(TF) Traumafokus Curriculum 2017-2018


BASIS

Traumafokus Grundstufe

Voraussetzungen: näheres unter ...

Grundlagen: Neurobiologische Grundlagen zu Traumafokus, Grundparadigma von Augenfokus, Vaguskomplex und Atmung (respiratorisches System), Autofokus, Felt Sense, Körperfeedback, Ressourcenfokus, Live Demos, Übungen zu den Techniken in Kleingruppen
Powerpoint unterstützt inkl. Seminarmappe und Teleskop-Zeigestab.

Thomas Ch. Weber & Birgitta Hadatsch-Metz je 2 Tage (18 AE)

 

Traumafokus Mittelstufe

Voraussetzungen: Traumafokus Grundstufe
Erweiterte Grundlagenkenntnisse von TF: Neurobiologische Grundlagen Stress-Kreislauf im Gehirn & Poyvagaltheorie, Nah oder Fern Fokus als  Notfallintervention bei akuter Panik Attacke, Nah und Fern,  Ein-Augen-Fokus, Live Demos, Übungen zu den Techniken in Kleingruppen
Powerpoint unterstützt inkl. Seminarmappe.

Thomas Ch. Weber & Birgitta Hadatsch-Metz je 2 Tage (18 AE)

 

Traumafokus Oberstufe

Voraussetzungen: Traumafokus Grundstufe & Mittelstufe
Erweiterte Grundlagenkenntnisse von TF: Neurobiologische Grundlagen zur Atmung, Traumafokus bei PTBS, (posttraumatische Belastungsstörung) und dissoziative Störungen, erweiterter Ressourcenfokus, Live Demos, Übungen zu den Techniken in Kleingruppen, Videomaterial zu komplexen dissoziativen Störungen. Praxis und Supervision (2. Seminartag): 
Powerpoint unterstützt inkl. Seminarunterlagen.

Thomas Ch. Weber je 2 Tage (18 AE)

 

FORTGESCHRITTENE

Traumafokus Fortgeschrittenen Seminar: Bindungfokus/ Bindungstrauma

Voraussetzungen: Traumafokus Basis Curriculum
Fortgeschrittenen Seminar für fortgeschrittene Traumafokus TherapeutInnen mit dem Schwerpunkt auf Persönlichkeitsstörungen, Bindungsstörungen und dissoziative Störungen 
Powerpoint unterstützt inkl. Seminarmappe.

  • Bindungstheorie Überblick (von Bowlby bis Brisch)
  • Neurobiologische Grundlagen zu Entwicklung des menschlichen Gehirns (Embryologie), Oxytocin Kreislauf, Stressregulation
  • Traumafokus mit neuen Bindungssressourcen
  • Livedemonstrationen
  • praktische Übungen in Kleingruppen

Thomas Ch. Weber  2 Tage (18 AE)

 

Traumafokus Fortgeschrittenen Seminar: Schmerzfokus / Painspotting

Voraussetzungen: Traumafokus Basis Curriculum
Fortgeschrittenen Seminar mit dem Schwerpunkt auf effektive Behandlung von akuten und chronisch-somatischen Schmerzerkrankungen unter Einbeziehung neurobiologischer Grundlagen zu Schmerz, Schmerzmatrik und Schmerzleitung. Mit Schmerzfokus lassen sich Schmerzgeschichte und chronischer Schmerz als subjektives Empfinden nachhaltig verarbeiten. Techniken: Schmerzfokus, Felt Sense Fokus, manuelle Körperinterventionstechnik (= MKT)
Powerpoint unterstützt inkl. Seminarmappe.

  • Neurobiologische Grundlagen zu Schmerz
  • eigens entwickelte manuelle Interventionen zur Schmerzverarbeitung
  • therapeutischer Zugang zur Schmerzgeschichte / Schmerzursachen
  • Verarbeitung der Schmerzintensität bis zur Schmerzauflösung mit NRS-Skala (numeric rating scale)
  • Schmerzfokus Techniken bei akutem und chronischem Schmerz
  • Evaluation für KlientInnen bei chronischem Schmerz

Thomas Weber  2 Tage (18 AE)

 

Traumafokus bei Kindern und Jugendlichen I

Voraussetzungen: Traumafokus Basis Curriculum
Die Regulation in Gehirn und Verarbeitung von Stress und Trauma im Körper von seelischem Stress geschieht bei Kindern und Jugendlichen viel rascher als bei Erwachsenen, was bedeutet, dass die Therapiesitzungen viel kürzer sind und starke Symptome sich überraschend schnell nachhaltig auflösen. Mithilfe der von Weber entwickelten Nachhaltigkeitstechnik, können Symptome und chronische Beschwerden in weniger Sitzungen als bisher bekannt vollständig aufgelöst werden.

Powerpoint unterstützt inkl. Seminarunterlagen.

  • Techniken: Autofokus, spezielle Zeigestabtechniken, Doppelfokus bei Kindern, Externalisierung, Entwicklungsfokus, 
  • Neurobiologie der Fetalen Programmierung
  • Videomaterial zu verschiedenen Schwerpunkten, wie Angststörung, Stottern, dissoziative Störung, Tic und Zwangsstörung.
  • Live Demos 
  • Übungen in Kleingruppen

Lisa Schwinn & Michael Imdahl-Schmidt (Deutschland) 2 Tage (18 AE)

 

Traumafokus bei Kindern und Jugendlichen II

Voraussetzungen: Traumafokus Basis Curriculum und TF bei Kindern & Jugendlichen Teil I
Dieses Fortbildungsseminar Traumafokus bei Kindern und Jugendlichen II ist eine Erweiterung und Vertiefung des Seminars Traumafokus bei Kindern und Jugendlichen I. Es richtet sich insbesondere an Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, die mit Traumafokus bereits Grunderfahrungen gesammelt haben.
Themenschwerpunkte: Präverbale Traumatisierungen, frühkindliche Stresserfahrung (z. B. durch Misshandlung und die Implikationen für spätere Behandlungen), Dissoziative Störungen, ADHS, Neurobiologie und weitere.

Powerpoint unterstützt inkl. Seminarunterlagen.

  • Techniken: Traumaerzählgeschichte in Verbindung mit Körperfeedback, Felt Sense-Arbeit, sowie alle Traumafokus-Techniken
  • Live Demos 
  • Übungen in Kleingruppen

Lisa Schwinn & Michael Imdahl-Schmidt (Deutschland) 2 Tage (18 AE)

 

TRAUMAFOKUS SONDERSEMINARE

Traumafokus/ Schmerzfokus Supervisionsseminar

Voraussetzungen: Traumafokus Seminar Besuch
Dieses 2-tägige Selbsterfahrungs- und Supervisionsseminar ist gedacht für praktizierende KollegInnen, die ihren Zugang mit Traumafokus und Schmerzfokus erweitern und festigen lernen möchten. In einer sich gegenseitig unterstützenden Atmosphäre ist das voneinander Lernen und weitere Entdecken neuer Zugangsmöglichkeiten zu uns und unseren KlientInnen eine durchaus lustvolle und kreative Herausforderung.

Powerpoint unterstützt

  • Techniken: verfeinerte Techniken in der Praxis bei Zwangsstörungen, akutem und chronischem Schmerz, Fibromyalgie, Craving, 
  • Live Supervision 
  • Falldarstellungen
  • Übungen in Kleingruppen

Thomas Ch. Weber  2 Tage (18 AE)

 

Bunroutprophylaxe mit Herzratenvariabilitätsmessung (HRV)

Teilnahme Voraussetzungen: Zulassung zur Psychotherapie
Die Messung der Herzratenvariabilität ist ein anerkanntes Verfahren der Chrono Wissenschaft, die die biologischen Rhythmen von Menschen erforscht. Die Herzratenvariabilitätsmessung, (HRV) eröffnet ein Sichtfenster in das autonome Nervensystem. Die Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems wird abgebildet durch die Messung von allgemeiner, körperlicher und geistiger Vitalität, von Regeneration und Schlaf. Diese Parameter sind von besonderem Interesse für die frühzeitige Erkennung möglicher Krankheitsprozesse aufgrund von Störungen der biologischen Rhythmen. So können Stressoren durch äußere Einflüsse (Arbeit, Umwelt) oder innere Verfassung (Ehrgeiz, Perfektionismus) eine chronische Aktivierung der Stressachse auslösen und damit zu Regulationsstörungen führen. Stress wirkt sich sehr störend auf die autonome Regulation des Herzschlages aus und damit ändert sich die Variabilität der Herzrate (Herzratenvariabilität HRV).

Powerpoint unterstützt

  • Jede/r SeminarTeilnehmer/in kann an einem HRV Gerät eine eigene 24 Stunden Messung machen inklusive Auswertung und Interpretation des eigenen Charts.
  • Übungen in Kleingruppen

Caroline Kunz 2 Tage (18 AE)

 

MBEP - Mindfulness Based Emotional Processing

Voraussetzungen: Traumafokus Basis Curriculum

Das Aufeinander-Einstimmen zwischen Therapeuten/in und Klient/in erlaubt dem/r Therapeuten/in, den/die Klienten/in implizit und explizit auf mehrere Arten zu unterstützen:

  • Bei der Steigerung der achtsamen Konzentration auf seine/ihre sensorischen Wahrnehmungen  als die körpereigene Manifestierung des intrinsischen emotionalen Prozesses;
  • Beim Schutz der emotionalen Verarbeitung vor der Tendenz, die emotionale Wahrnehmung zu intellektualisieren;
  • Als Quelle der mitfühlenden, fürsorglichen Akzeptanz und als Unterstützung der sich entwickelnden emotionalen Prozesse und Wahrnehmungen des/r Klienten/in;
  • Bei der vorsichtigen Lenkung des Aktivierungs-/ Stimulationsgrades im Klienten/ in der Klientin, um ein effektives und sicheres Level an intrinsischer emotionaler Verarbeitung aufrecht zu erhalten;
  • Um den/r Klienten/in Felt Sense-Aufmerksamkeit zu lehren und diese zu formen.

Die achtsamkeitsbasierte emotionale Verarbeitung kann einfach und elegant in jede therapeutische Vorgehensweise und jeden therapeutischen Ansatz eingegliedert werden. Sie ist ein herausragende, nahtlos funktionierende Möglichkeit, die therapeutische Interaktion von der kognitiven „Sprechtherapie“ auf die somatische emotionale Verarbeitung zu verlagern. Die achtsamkeitsbasierte emotionale Verarbeitung ermöglicht es, die für die emotionale Heilung nützlichsten Funktionen der rechten und linken Gehirnhälfte in der Therapie zu nutzen.

Powerpoint unterstützt

  • Live Demos
  • Übungen in Kleingruppen

Robert Weisz (USA) mit deutscher Übersetzung 2 Tage (18 AE)

 

Traumafokus in der Präventionsarbeit mit Flüchtlingen und Organisationen

Voraussetzungen: Traumafokus Seminar Besuch

Powerpoint unterstützt

  • Live Demos
  • Übungen in Kleingruppen

Pamela Oberoi und Marina Bluvshtein (USA) in Deutsch 2 Tage (18 AE)

 

Traumafokus bei Dissoziativer Identitätsstörung (DIS)

unbedingte Voraussetzung: Traumafokus Basis Curriculum - empfohlen wird TF Fortgeschrittenen Seminare

Viele Hilfesuchende, die zu uns in die Praxen kommen, sind komplex traumatisiert. Für ein wirkungsvolles, strukturiertes Vorgehen ist es wichtig, den Grad und die Art der dissoziativen Störung zu erkennen, um sich auf das innere Erleben der Menschen einzustimmen und sie da abzuholen, wo sie stehen.

Stabilisieren heißt, den Betroffenen helfen, ihre einschießenden Impulse besser zu steuern, koordinierter und bewusster zu handeln und damit mental kräftiger zu werden. Bei schweren dissoziativen Störungen, inklusive der dissoziativen Identitätsstörung, gilt es, in der Stabilisierungsarbeit bestimmte Aspekte zu beachten. Neben den gängigen Schritten wie imaginative Ressourcen etablieren und verankern (z. B. der sichere Ort, Ressourcen-Tier, Ressourcen-Team) ist das Augenmerk besonders auf die Verbindung der einzelnen, untereinander abgetrennten Persönlichkeitsanteile zu richten.

Die Seminarteilnehmenden erarbeiten ein Instrumentarium, mit dessen Hilfe die Klientin angeleitet werden kann, Handlungsmöglichkeiten und Distanzierungstechniken zu entwickeln, um ihre traumatisierten Anteile besser zu schützen. Damit bewältigt sie die täglichen Herausforderungen besser und kann im Alltag besser leben. Sie gewinnt an mentaler Kraft und Vertrauen in sich selber.

Überlebende von schweren Misshandlungen und Qualen entwickeln immer auch Persönlichkeitsanteile, die sich täterloyal und täterimitierend verhalten. Diese imitieren das Verhalten, die Sprache und das Denksystem der Peiniger und sind oft bewusst in die Betroffenen hinein gestanzt. Sie funktionieren als verlängerter Arm der Täterschaft und werden aktiv, wenn die Klientin etwas verändert, das nicht dem Willen und den Regeln der Täter entspricht. Unter diesem Einfluss wird die Klientin destruktiv handeln, um Fortschritte rückgängig zu machen, die Therapie zu stören, die therapeutische Beziehung zu vernichten und/oder sich selber zu schädigen. Im Seminar diskutieren wir Möglichkeiten und Techniken, mit welchen wir (als TherapeutInnen) mit den zunächst „feindlich“ gestimmten Persönlichkeitsanteilen in Kontakt kommen können und sie aus der Vergangenheit – also aus dem traumatischen Geschehen – holen und mit der Gegenwart in Verbindung bringen können. Ohne achtsame Bindungsarbeit mit diesen Teilen stagniert der therapeutische Prozess, die Klientin tritt an Ort oder – schlimmer noch – verliert sich in destruktiven Impulsen und Handlungen.

  • verschiedene Stabilisierungstechniken
  • Ego State Techniken bei komplexen Täterintrojekten, ritueller Gewalt

Powerpoint unterstützt

  • Live Demos
  • Übungen in Kleingruppen

Jacqueline Schmid (Schweiz)  2 Tage (18 AE)