Neues aus der Forschung zu Bilateraler Auditiver Musik in der Traumatherapie

Bilaterale Musik hat keinen beruhigenden Effekt, wie sie in Brainspotting (Grand) verwendet wird. Es macht wenig Sinn, Musik bilateral auszusteuern, da es, wie irrtümlich angenommen wurde, beide Gehirnhemisphären stimuliert und zu einer Beruhigung des Nervensystems führt. Dies haben wissenschaftliche Studien nun widerlegt. Jeder einzelne Gehörgang ist mit beiden Gehirnhälften verbunden und differenziert einzeln Sprache und Musik. Insbesondere komplex traumatisierte Menschen erleben aus unserer Praxis in Traumafokus bilateral ausgesteuerte Musik als unangenehm und überstimulierend, jedoch angenehm beruhigend bei gleichförmigen Geräuschen in Stereo insbesondere Naturgeräusche. Daher verwenden wir in Traumafokus international keine links-rechts wechselnde Audiostimulation mehr.
Thomas Ch. Weber

 

Prägende Wissenschaftler und Pioniere

in der Psychotherapie der Gegenwart

 

 

Prof. Dr.med. Allan Schore

 

Schore forschte auf dem Gebiet der right to right Brain Wissenschaft -

lesen Sie folgenden Artikel in Englisch dazu: [nbsp "the right brain implicit self"

Seine Forschung auf dem Gebiet der frühen emotionalen Entwicklung von Kindern und die Bedeutung dieser Entwicklung für die psychische Gesundheit haben große Auswirkungen auf die moderne Neuropsychologie und Psychoanalyse. Hierbei greift er Entwicklungen auf, die aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen stammen. Er verbindet Erkenntnisse aus der Säuglings- und Kleinkindforschung, der Neurobiologie, der Bindungsforschung und der Entwicklung des Selbst.

In seinem Werk zeigt Schore auf, dass es Verbindungen zwischen dem Feld psychologischer Bindungs- und Interaktionsforschung sowie dem Feld der Neurobiologie gibt. Beide Disziplinen ergänzen sich, und führen zu einer erweiterten Sicht auf die emotionale Entwicklung des Menschen. Seine Forschungen haben zu neuen Erkenntnissen, insbesondere auf dem Gebiet der Psychoanalyse und Neuropsychoanalyse geführt. Schore zeigt auf der Grundlage neuer Erkenntnisse auf diesem Gebiet auf, wie zukünftige psychotherapeutische Konzepte auf der Grundlage interdisziplinärer Forschung optimiert werden können.

 

 

Prof. Dr.med. Stephen Porges

 

lesen Sie folgenden Artikeldazu: [nbsp "Die Polyvagaltheorie"

Stephen W. Porges is a "Distinguished University Scientist" at the Kinsey Institute, Indiana University Bloomington and professor in the department of psychiatry at the University of North Carolina in Chapel Hill in North Carolina. Prior to moving to North Carolina, Professor Porges directed the Brain-Body Center in the department of psychiatry at the University of Illinois at Chicago, where he also held appointments in the departments of psychology, bioEngineering, and worked as an adjunct in the department of neurosocience which he found suited him and it became his priority. Prior to joining the faculty at the University of Illinois at Chicago, Dr. Porges served as chair of the department of human development and director of the institute for child study. He is a former president of the Society for psychophysiological Research and has been president of the Federation of Behavioral, Psychological and Cognitive Sciences (now called the Federation of Associations in Behavioral & Brain Sciences), a consortium of societies representing approximately twenty-thousand biobehavioral scientists. He was a recipient of a National Institute of Mental Health Research Scientist Development award. He has chaired the National Institute of Child Health and Human Development, maternal and child health research committee and was a visiting scientist in the National Institute of Child Health and Human Development Laboratory of Comparative Ethology. He was awarded a patent on a methodology to describe neural regulation of the heart, and today is a lead neuroscientist with particular interests in cranial nerve responses as it relates to both animal and man in which there are specified responses that are physiological in the body. In 1994 he proposed the polyvagal theory providing insight into the mechanism mediating symptoms observed in the brain. The theory has stimulated research and treatments emphasizing the importance of physiological state and behavioral regulation.

 

 

Dr.med. Gunther Schmidt

lesen Sie folgenden Artikeldazu: [nbsp "Der Hypnosystemische Ansatz" 

Gunther Schmidt ist ein deutscher Arzt mit dem Schwerpunkt Psychotherapie. Er gilt als einer der Pioniere der Verbindung von Systemischer Therapie und Hypnotherapie nach Milton Erickson zu einem ganzheitlichen Konzept (hypnosystemisches Integrationsmodell).

Schmidt ist Mitbegründer des Heidelberger Instituts für systemische Forschung und Beratung, der Internationalen Gesellschaft für Systemische Therapie (IGST) und des Helm Stierlin Instituts in Heidelberg. Er leitet das Milton-Erickson-Institut in Heidelberg, die Abteilung systemisch-hypnotherapeutische Psychosomatik der Fachklinik am Hardberg und die Privatklinik für Psychosomatik und Psychotherapie des sysTelios Gesundheitszentrums Siedelsbrunn. Im deutschsprachigen Raum trug er mit seinen Beiträgen zur lösungsorientierten Wende in der systemischen Paar- und Familientherapie bei. Schmidt ist auch Gründungsmitglied des Deutschen Bundesverbandes Coaching e. V. (DBVC).

Gunther Schmidt initiierte die erste Painspotting / Schmerzfokus Langzeitstudie an seiner Klinik (2016-2018). Die Forschungsergebnisse werden mir bei Studierende publizieren.

 

 

Dr.med. Bessel van der Kolk

lesen Sie folgenden Artikeldazu: [nbsp "Research od Yoga" 

Prof. Dr. med. Bessel van der Kolk gehört zu den ganz grossen Figuren der Traumaforschung. Direktor des Traumazentrums am Human Resources Institute Hospital in Boston, Professor für Psychiatrie an der Boston University Medical School und Direktor des Netzwerks für Komplexe Traumabehandlung, NCTSN.

Zu seinen derzeitigen Forschungsprojekten gehören: Yoga in der Behandlung von posttraumatischen Störungen (PTSD), Theaterspiel in der Gewaltprävention, die Funktionsweise von EMDR, Neurofeedback zur Bewältigung von PTSD.

Bei den psychischen Folgen eines Traumas interessiert ihn die Kombination von psychologischen, biologischen, sozialen und neurophysiologischen Aspekten, vor allem auch die anhaltendenden entwicklungsstörenden Folgen früher Kindheitstraumata.